Nein, keine Angst, wir werden Ihnen keine Kochshow mit einem Rezept für ein Leipziger Allerlei zeigen.
Hier bei Forexschule haben wir unsere eigene Version eines Allerlei, das wir in diesem Fall „Zeitrahmen Allerlei“ nennen.
Bei diesem Forex „Rezept“ kommen die Multi- oder Inter-Zeitrahmen zum Einsatz.
In diesem Kapitel werden lernen wie man sich nicht nur Ihren bevorzugten Zeitrahmen für Ihren Handel anschauen, sondern wie man bei den Charts hinein- und hinauszoomt. Danach ist es für Sie ein Klacks und Sie gehören zu den Gewinnern.
Sind Sie bereit? Sind Sie sicher dass Sie das packen werden? Sie müssen nur noch ein paar Semester der Forexschule schaffen...
Sie wollen jetzt doch wohl nicht aufgeben, oder?
Habe ich auch nicht gedacht!
Lassen Sie uns erst einmal einen Gesamtüberblick verschaffen.
Versuchen Sie nicht den Markt von der Nähe sondern von der Ferne zu betrachten.
Sie müssen sich unbedingt merken, dass ein Trend bei einem längeren Zeitrahmen mehr Zeit hatte sich zu entwickeln. Das bedeutet, dass eine größere Marktbewegung für eine Kursänderung des Währungspaares vorhanden sein muss. Auch die Unterstützungs- und Widerstandsebenen sind bei längeren Zeitrahmen signifikanter.
Beginnen Sie mit der Auswahl Ihres bevorzugten Zeitrahmens und danach zur nächst höheren Zeitrahmenebene.
Dort könnten Sie eine strategische Entscheidung treffen ob Sie einen lang- oder kurzfristigen Handel abschließen wollen; was natürlich von der Marktbewegung abhängt. Danach gehen Sie wieder zu Ihrem bevorzugtem Zeitrahmen zurück (oder niedriger) um eine taktische Entscheidung zu treffen wo Sie in den Markt ein- und aussteigen (setzen Sie ein Stopp und ein Profit Ziel).
Damit Sie jetzt Bescheid wissen; dies ist wahrscheinlich der beste Weg eine Multi-Zeitrahmenanalyse zu benutzen – Sie können hineinzoomen um bessere Ein- und Ausstiegspunkte zu finden. Wenn man die Zeitdimension in die Analyse mit einbezieht, dann können Sie gewissermaßen über den Tellerrand hinausschauen; im Gegensatz zu Händlern die nur einen Zeitrahmen benutzen.
Haben Sie alles verstanden? Naja, falls nicht, keine Bange – wir werden uns mit einem Beispiel beschäftigen das Ihnen dabei hilft ein bisschen mehr Klarheit zu verschaffen.
Nehmen wir an das Aschenputtel, die von der ganzen Putzerei für ihre bösen Stiefschwestern keine Lust mehr hat, sich entscheidet einen Handel zu tätigen.
Nachdem sie ein paar Demo Handelsaktionen durchgeführt hat stellt sie fest, das sie am liebsten mit dem EUR/USD Währungspaar mit einem 1-Stunden Chart handelt. Sie denkt, das es für sie zu schnell auf einem 15-Minuten Chart zugeht und das ein 4-Stunden Chart ihr zu lange dauert. Sie braucht schließlich ihren Schönheitsschlaf.
Das erste was Aschenputtel tut, ist sich einen 4-Stunden Chart für das EUR/USD Währungspaar anzuschauen. Dies hilft ihr sich einen Überblick über den allgemeinen Trend zu verschaffen.

Sie stellt fest, dass das Währungspaar sich eindeutig in einem Aufwärtstrend befindet.
Dies signalisiert Aschenputtel, das Sie NUR nach KAUFSIGNALEN Ausschau halten soll. Schließlich ist der Trend ihr Freund, oder? Sie möchte auf gar keinen Fall die falsche Richtung einschlagen und dabei ihren gläsernen Schuh verlieren…
Jetzt zoom sie wieder zurück zu ihrem bevorzugten Zeitrahmen, dem 1-Stunden Chart, der ihr hilft den Einstiegspunkt zu finden. Sie entscheidet sich dabei den Stochastik Indikator zu verwenden.

Sobald sie wieder den 1-Stunden Chart benutzt stellt Aschenputtel fest, das sich ein Doji Candlestick formiert hat und der Stochastik Indikator gerade den überverkauften Bereich überschritten hat!
Aber Aschenputtel ist sich nicht so sicher – sie möchte sicherstellen, dass sie auch einen wirklich guten Einstiegspunkt gewählt hat. Sie überprüft dies mit Hilfe eines 15-Minuten Charts der ihr dabei behilflich ist einen vielleicht noch besseren Einstiegspunkt zu finden oder den alten zu bestätigen.

Jetzt betrachtet Aschenputtel also den 15-Minuten Chart und stellt fest, dass die Trendlinie ziemlich solide ist. Aber nicht nur das; auch auf dem 15-Minuten Chart hat der Stochastik Indikator gerade den überverkauften Bereich überschritten.
Sie ist davon überzeugt, dass dies ein guter Zeitpunkt ist um einzusteigen und zu kaufen. Werfen wir einen Blick darauf was als nächstes passiert.

Es stellt sich heraus, dass der Aufwärtstrend weitergeht und das EUR/USD Währungspaar auch weiter auf den Charts nach oben klettert.
Aschenputtel würde bei gerade über 1.2800 in den Markt eingestiegen sein und falls sie diese Position für ein paar Wochen gehalten hätte, dann hätte sie 400 Pips abkassieren können! Sie hätte sich davon ein weiteres Paar Glaspantoffeln kaufen können!
Es gibt dort jedoch offensichtlich ein Limit wie viele Zeitrahmen man studieren und analysieren kann. Sie möchten ja nicht einen Unmenge an Charts auf Ihrem Bildschirm sehen, die Ihnen verschiedene Dinge anzeigen.
Benutzen Sie mindestens zwei, aber nie mehr als drei Zeitrahmen; sonst wird Sie das nur verwirren. Das könnte zu einen Analysenparalyse führen; die Vorstufe zum Wahnsinn.
Sie fragen sich sicherlich ob es einen falschen Weg gibt eine Multi-Zeitrahmenanalyse durchzuführen? Am Ende des Tages ist es wichtig, das Sie herausfinden was am besten zu Ihnen persönlich passt.