Wir haben in der letzten Lektion gelernt, dass die Währungspreise größtenteils von den Änderrungen der Leitzinsen eines Landes abhängig sind.
Wir wissen jetzt, das die Leitzinsen ultimativ von der Sicht der Lage der Wirtschaft und der Preisstabilität von den Zentralbanken affektiert sind die die Geldpolitik bestimmen.
Zentralbanken funktionieren wie jedes andere Geschäft oder Unternehmen; sie haben einen Chef, einen Präsident und einen Vorstandsvorsitzenden. Und genau diese Person ist es, die das Sprachrohr für die Entscheidungen der Zentralbank ist und die Richtung der Geldpolitik bestimmt. Im Prinzip so wie Steve Jobs oder Michael Dell ans Mikrophon treten und ihre Visionen etc. vorstellen und jeder hört gespannt zu.
Wenn man sich die Theorie des Pythagoras anschaut (a² + b² = c²) würde es denn keinen Sinn manchen eine Auge auf die Jungs von der Zentralbank zu werfen und gespannt mitzuverfolgen was gesagt wird?
Wenn man sich den konjugierten Wurzelsatz anschaut ist die eindeutige Antwort dazu – ja!
Ja, es ist sehr wichtig zu wissen was auf einen zukommen kann wenn eine Änderung der Geldpolitik kurz bevorsteht. Glücklicherweise (für Sie!) werden die Zentralbänker immer besser mit den Märkten zu kommunizieren.
Egal ob Sie alles im Wortlaut genau verstehen was die Jungs zu sagen haben; das ist eine völlig andere Geschichte.
Wenn also das nächste Mal eine Rede von Ben Bernanke oder Jean-Claude Trichet ansteht; spitzen Sie die Ohren.
Während der Vorsitzende einer Zentralbank nicht der Einzige ist der Entscheidungen zur Geldpolitik für ein Land oder die Wirtschaft fällt, so solle man ihn oder sie auf gar keinen Fall ignorieren sondern wie eine Bibelvorlesung verinnerlichen.
OK, vielleicht ist das ein bisschen zu dramatisch ausgedrückt, aber Sie wissen was ich damit gemeint habe.
Nicht alle Zentralbankchefs haben die gleiche Gewichtung.
Reden oder Bekanntmachungen der Zentralbank haben einen nicht zu unterschätzenden Einsfluss auf die Märkte; Sie sollten sich also auf eine schnelle Reaktion des Markts gefasst machen.
In den Reden oder Mitteilungen kann unter anderem von möglichen Änderungen der Leitzinsen (Erhöhung, Senkung, Beibehaltung) die Rede sein, oder es wird generell über die Wirtschaftslage und die Stimulierung der Wirtschaft, Aussichten, aktuelle oder zukünftige Änderungen der Geldpolitik berichtet und diskutiert.
Verzweifeln Sie jedoch nicht wenn Sie eine Rede verpassen. Sobald die Rede in verschiedenen Medien veröffentlicht ist kann auch die Öffentlichkeit davon erfahren.
Währungsanalysten und auch die Händler nutzen die Möglichkeit diese Nachrichten zu analysieren und auseinanderzupflücken um eventuelle Änderungen und Einflüsse auf die Wirtschaft und den Markt vorhersehen zu können – insbesondere wenn von einer Änderung der Leitzinsen oder dem Wirtschaftswachstum die Rede ist.
Wie bei der Reaktion der Märkte bei einer Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten, so reagieren auch die Händler eher auf die Aktivitäten einer Zentralbank und den Änderungen der Leitzinsen falls diese nicht den aktuellen Markterwartungen oder Vorhersagen entsprechen sollten.
Es wird immer einfacher vorherzusehen, wie sich die Geldpolitik über einen bestimmten Zeitraum entwickeln wird da die Informationspolitik der Zentralbanken transparenter geworden ist.
Es besteht jedoch immer die Möglichkeit, dass die Zentralbanken ihre Vorhersagen unter Umständen, manchmal mehr, manchmal weniger, ändern werden. Dies ist genau der Zeitraum bei dem die Volatilität des Marktes sehr hoch ist und man sollte bei möglichen Positionen oder neuen Ordern sehr vorsichtig sein.
Die Los Angeles Hawks gegen die New York Doves
Sie haben sich nicht verhört und sind bei uns noch richtig.
Heute Abend findet eine Begegnung der Los Angeles Hawks gegen die New York Doves statt. Bereiten sie sich auf ein Spektakel vor.
Warten Sie, was?
Oh, Verzeihung, falsches Thema!
Was wir mit dem Ausdruck Falken gegen Tauben meinten ist; Zentralbank Falken gegen Zentralbank Tauben. Zentralbänker sind eher aggressiv oder friedfertig (wie diese zwei Vögel halt). Dies hängt jeweils von der aktuellen Wirtschaftslage ab.
Zentralbänker kann man als „aggressiv“ beschreiben wenn diese die Anhebung der Leitzinsen zur Inflationsbekämpfung unterstützen; auch zum Nachteil des Wirtschaftswachstums und der Beschäftigung.
Beispiel: Die Bank of England ist der Meinung das eine hohe Gefahr durch eine hohe Inflation droht. Die Bank of England kann man daher als „aggressiv“ bezeichnen falls man in einer offiziellen Stellungnahme etwas von einer möglichen Anhebung der Zinsen hören würde.
„Friedfertige“ oder eher gelassene Zentralbänker würden andererseits eher für ein Wirtschaftswachstum und Anstieg der Beschäftigungen tendieren; anstelle einer Anhebung der Leitzinsen. Generell haben diese Zentralbänker eine weniger aggressive Einstellung oder Beurteilung zur aktuellen Wirtschaftslage.
Und der Gewinner ist… Es ist ein Unentschieden!
OK, vielleicht nicht ganz so…
Die meisten Zentralbänker sitzen im wahrsten Sinne des Wortes „auf den Zäunen“ und zeigen eine aggressive und friedfertige Haltung. Farbe wird erst bekannt wenn extreme Marktsituationen auftreten.