Ein Trendmarkt ist ein Markt bei dem sich der Preis generell in eine bestimmte Richtung bewegt.
OK, natürlich kann sich der Preis ab und an gegen einen Trend entwickeln aber im Allgemeinen würde man, wenn man einen längeren Zeitraum betrachtet, feststellen, dass es sich hierbei nur um einen Kurseinbruch handelt.

Trends erkennt man normalerweise an ihren „Hohen Hochs“ und „Hohen Tiefs“ –
Aufwärtstrend – und „Tiefen Hochs“ und „Tiefen Tiefs“ –
Abwärtstrend.
Wenn eine trendbasierende Strategie verwendet wird suchen sich die Händler normalerweise ein großes Währungspaar aus oder eines bei dem auf jeden Fall mit US-Dollar gearbeitet wird. Der Grund dafür: Die Liquidität.
Liquidität ist bei einer trendbasierenden Strategie sehr wichtig. Je mehr liquide ein Währungspaar ist, desto mehr Bewegung (
Volatilität) können wir erwarten.
Je mehr Bewegung bei einer Währung erkennbar ist, desto mehr Möglichkeiten gibt es das der Preis sich sehr stark in eine Richtung bewegt; anstelle eines „Gehoppels“ innerhalb kleiner Bereiche.
Zusätzlich zur Preisentwicklung sollten Sie auf jeden Fall die technischen Hilfsmittel anwenden die Sie, wenn Sie in der Vergangenheit aufgepasst haben, bei der Bestimmung eines Trends benutzen können.
ADX in einem Trendmarkt
Um einen Trendmarkt erkennen zu können kann man den sogenannten ADX (Average Directional Index indicator) verwenden.
Entwickelt wurde dieser Indikator, der Werte im Bereich von 0-100 für die Bestimmung des Preises, oder genauer gesagt wie stark er sich in eine Richtung oder Bereich entwickelt, von J. Welles Wilder.
Werte von 25 oder höher geben normalerweise Aufschluss ob der Preis einem Trend folgt oder sich schon inmitten eines starken Trends befindet. Je höher die Nummer, desto stärker der Trend.
Bei dem ADX handelt es sich jedoch um einen Verzögerungsindikator, d.h. man kann mit diesem Index nicht die Zukunft vorhersehen. Es ist außerdem auch ein nicht-direktionaler Indikator. Dies bedeutet, dass ein positiver Indexwert sowohl bei einem Aufwärts- als auch Abwärtstrend angegeben wird.
Werfen Sie einen Blick auf dieses Beispiel. Der Preis entwickelt sich eindeutig nach unten; obwohl der ADX größer als 25 ist.
Bollinger Bänder in einem Trendmarkt
Eines der Hilfsmittel das man bei bereichsgebundenen Strategien einsetzt, lässt sich auch bei einer Trenderkennung verwenden. Die Rede ist von den bekannten (Sie sollten es schon wissen) Bollinger Bändern oder einfach nur „Bands“ genannt.
Eine Sache sollten Sie unbedingt über Trends wissen – sie treten nur selten auf. Im Gegensatz zu dem was Sie vielleicht denken, schwanken die Preise zu 70-80% eines Handelszeitraums. In anderen Worten ausgedrückt: Es ist die Norm dass der Preis sich in einem bestimmten Bereich entwickelt.
Falls der Preis jedoch von der „Norm“ abweicht, dann muss es sich doch um einen Trend handeln, oder? Was ist eines der besten technischen Hilfsmittel zur Messung einer Abweichung?
Falls Sie Lineal gesagt haben; dann schicken wir Sie wieder in die Vorschule.
Falls Sie Bollinger Bänder gesagt haben, liegen Sie richtig...
Bollinger Bänder enthalten eine Standardabweichungsformel. Keine Angst, machen Sie sich keine Gedanken über die Bedeutung dieser „Streberbegriffe“.
Und so funktioniert die Anwendung von Bollinger Bändern zu Bestimmung eines Trends:
Platzieren Sie Bollinger Bänder mit einer Standardabweichung von 1 und eine andere Gruppe von Bändern mit einer Standardabweichung von 2. Sie werden drei verschiedene Gruppen von Preiszonen erkennen können – die Verkaufszone, die Kaufszone und das „Niemandsland“.

Die Verkaufszone ist der Bereich zwischen den zwei Bändern (unten) mit einer Standardabweichung von 1 (SD 1) und einer Standardabweichung von 2 (SD 2). Bedenken Sie, dass der Preis sich sehr nahe an den Bändern befinden muss um als Verkaufszone zu gelten.
Die Kaufzone ist der Bereich zwischen den zwei oberen Bändern von SD 1 und SD 2. Wie bei der Verkaufszone müssen diese sehr nahe an den zwei Bändern sein um als Kaufzone gelten zu können.
Der Bereich zwischen den Standardabweichungsbändern 1 ist der Bereich bei dem sich der Markt nicht so richtig entscheiden kann in welche Richtung er sich bewegen soll. Preise, die sich sehr nahe an diesem Bereich befinden, nun ja… sie befinden sich im „Niemandsland“.
Generell erleichtern Bollinger Bänder die visuelle Preiserkennung.
Abwärtstrends erkennt man wenn der Preis sich in der Verkaufszone befindet.
Aufwärtstrends erkennt man wenn der Preis sich in der Kaufzone befindet.