Man spricht von einem bereichsgebundenen Markt wenn sich der Preis zwischen spezifischen hohen und tiefen Preisen hin und her bewegt; also Abschwankungen unterzogen ist. Der höchste Preis agiert als wichtigste Widerstandsebene bei der der Preis nicht durchbrechen kann.
Genauso verhält es sich mit dem niedrigsten Preis; der in diesem Fall aber als wichtige Unterstützungsebene agiert und kein Durchbruch erkennbar ist. Man könnte die Marktbewegung also als horizontal oder seitwärts bezeichnen.
ADX in einem bereichsgebundenen Markt
Eine Möglichkeit zu Bestimmung eines bereichsgebundenen Marktes ist die Verwendung des ADX, den wir ja schon kennen. Man spricht von einem bereichsgebundenen Markt wenn der ADX einen Wert von weniger als 25 hat. Sie erinnern sich – wenn der Wert des ADX sinkt schwächt sich auch der Trend ab.
Bollinger Bänder in einem bereichsgebundenen Markt
Im Wesentlichen ist es so, dass wenn sich Bollinger Bänder zusammenziehen, der Markt sich nicht so flüchtig verhält. Eine Ausdehnung der Bänder bedeutet eine hohe Volatilität des Marktes. Aus diesem Grund eignen sich Bollinger Bänder sehr gut für Breakout-Strategien.
Wenn die Bänder dünn sind und sich zusammenziehen, dann ist die Volatilität gering und es sollte keine große Preisbewegung in eine bestimmte Richtung erfolgen. Wenn sich die Bänder jedoch ausdehnen ist dies ein Signal von größer werdender Volatilität und einer Preisbewegung in eine bestimmte Richtung.

Im Allgemeinen enthält ein bereichsgebundenes Marktumfeld schmale Bänder im Vergleich zu weiten Bändern, und diese formieren sich horizontal. In diesem Fall erkennen wir, das sich die Bollinger Bänder zusammengezogen haben und der Preis sich in einem sehr engen Bereich bewegt.
Die Grundidee einer bereichsgebundenen Strategie ist: Das Währungspaar hat einen hohen und niedrigen Preis in dem es sich normalerweise bewegt, schwankt und gehandelt wird.
Wenn nahe des Tiefstpreises gekauft wird hofft der Händler auf einen satten Profit den er/sie bei einem Höchstpreis absahnen kann. Wenn nahe des Höchstpreises verkauft wird hofft der Händler auf einen Profit im Bereich des Tiefstpreises. Beliebte Hilfsmittel hierzu sind die sogenannten „Channels“, wie bereits im oberen Beispiel bei den Bollinger Bändern.
Verwendet man Oszillatoren wie Stochastik oder RSI, dann erhöhen sich die Chancen, dass man einen Umkehrpunkt in einem Bereich erkennen kann, den man als potentiell Überverkauft oder Überkauft identifizieren kann. Hier ein Beispiel mit GBP/USD.
Bonus Tipp: Die besten Paare für den bereichsgebundene Handelsstrategien sind Währungskreuze, im Jargon auch „Currency Crosses“ genannt. Mit Kreuzen meinen wir diejenigen Paare, die keinen USD im Währungspaar enthalten. Eines der bekanntesten Paare für den Bereichshandel ist das EUR/CHF Währungspaar. Die ähnlichen Wachstumsraten der Europäischen Union und der Schweiz sorgen für einen generell stabilen EUR/CHF Wechselkurs.
Schlussfolgerung
Egal ob sie ein Währungspaar in einem Trendumfeld oder Bereichsumfeld benutzen; Sie können sich jetzt entspannen. Sie wissen jetzt wie Sie in beiden Situationen des Marktes einen Profit erwirtschaften können.
Finden Sie heraus wie Sie die das obere und untere Ende eines Trendmarktumfelds und eines Bereichsmarktumfelds rauspicken können.
Wenn man den Unterschied eines Trendumfelds und eines Bereichsumfelds erkennen kann ermöglicht dies die Anwendung der jeweilig besten Strategie.
Wie ein alter, weiser Mann es einmal formuliert hat: „Nur der Narr taucht seine Kekse in eine Salsasoße“.