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Was ist die Fundamentalanalyse?
Auf Ihren Reisen haben sich sicherlich Gulliver, Frodo und vielleicht schon einmal eine Begegnung mit der Fundamentalanalyse gemacht.

Moment mal…

Hatten wir die Fundamentalanalyse Ihnen nicht schon während des Kindergartens erwähnt? Oh doch, aber jetzt wird es ernst!

Was ist es eigentlich und werden wir es auch benutzen müssen? Naja, die Fundamentalanalyse beschäftigt sich mit dem Studium des Fundamentalen! Das war einfach, oder? Hehe, wir haben Sie drangekriegt!

Selbstverständlich gibt es noch andere Dinge wie die Fundamentalanalyse funktioniert.

Wenn immer Sie in einem Gespräch die Fundamentalanalyse aufschnappen, dann handelt das Gespräch von den fundamentalen Grundlagen einer Volkswirtschaft oder Währung.

Die wirtschaftlichen Fundamentaldaten decken eine große Sammlung von Informationen ab – wirtschaftliche, politische oder Umweltberichte, Daten, Ankündigungen oder Ereignisse.

Sogar die Herabstufung einer Bonität qualifiziert als Fundamentalinformation und Sie sollten einmal erleben, wie sich diese Informationen auf die Pips bei einem kurzen und gewinnbringenden EUR/USD Handel auswirken.

Die Fundamentalanalyse wird zum studieren dieser genannten Faktoren benutzt, um Preisentwicklungen von Währungen vorauszusehen.

Es ist im Prinzip ein Studium über Ereignisse die um uns herum und in der Welt stattfinden; im Bereich der Wirtschaft und des Finanzwesens in diesem Fall. Der Schwerpunkt bei dieser Analyse liegt auf den makroökonomischen Elementen, darunter Wirtschaftswachstum, Inflation, Arbeitslosigkeit, usw. Also alles was unseren Handel beeinflussen könnte.


Fundamentaldaten und ihre verschiedenen Formen

Besonders die Fundamentalanalyse gibt uns einen Einblick wie sich der Preis entwickeln „sollte“ oder wie er auf bestimmte ökonomische Ereignisse reagiert.

Fundamentaldaten können in verschiedenen Formen auftreten.

Sie können beispielsweise in einem kurzen Bericht der US-Notenbank über die aktuelle Preisentwicklung auf dem Immobilienmarkt enthalten sein. Auch bei einer möglichen Änderung der Fiskalpolitik der EZB.

Die Veröffentlichung dieser Daten verändert sehr oft die ökonomische Landschaft (oder besser noch, die ökonomische Denkweise) und die Investoren und Spekulanten reagieren darauf.

Es gibt sogar Fälle, bei denen kein spezieller Bericht veröffentlicht wurde aber schon die Erwartung eines Berichtes auch in den Bereich der Fundamentaldaten gehört.

Spekulationen über eine mögliche Anhebung der Leitzinsen können schon Stunden oder Tage vor der eigentliche Anhebung seinen „Preis“ haben.

Tatsache ist, das Währungspaare manchmal um 100 Pips vor der Bekanntgabe von Wirtschaftsdaten oder Nachrichten angestiegen sind; was für einen mutigen und risikofreudigen Händler durchaus profitabel sein kann.

Aus diesem Grund sind die Händler vor der Bekanntgabe von Wirtschaftsdaten besonders hellhörig und auf den Zehenspitzen. Auch Sie sollten Ihre Ohren spitzen!

Generell machen die ökonomischen Indikatoren einen großen Anteil der Daten, die bei der Fundamentalanalyse verwendet werden, aus. Wie ein Feueralarm oder Rauchmelder geben die ökonomischen Indikatoren eine Einsicht wie gut oder wie schlecht es um eine Volkswirtschaft steht.

Während die numerischen Werte eines Indikators wirklich wichtig sind, gehören die Erwartungen des Marktes und eine Vorhersage des Wertes auch zu den Informationen die genauso wichtig sind.

Das Verständnis der daraus resultierenden Auswirkungen der tatsächlichen Zahl im Verhältnis zu dem prognostizierten Wert ist der wichtigste Teil. All diese Faktoren müssen bei der Entscheidung für den Handel miteinbezogen werden.

Ach du liebe Zeit…

Keine Angst, es ist einfacher als es vielleicht klingen mag und Sie brauchen keine Raketentechniker zu sein um es zu verstehen.

Sie sollten am besten jeden Tag einen Blick auf die tägliche Zusammenfassung der Wirtschaftsdaten werfen um immer aktuell am Ball bleiben zu können.







Die Fundamentalanalyse ist ein sehr wichtiges Werkzeug um den Zustand einer Wirtschaft einschätzen zu können; nicht jedoch so sehr die Vorhersage einer Preisentwicklung.

Diese Art der Analyse hat leider viele Grauzonen, da die Fundamentalinformationen in Form von Berichten veröffentlicht werden, oder die Änderung einer Fiskalpolitik nicht so aussagekräftig ist wie die aktuellen technischen Indikatoren.

Die Analyse von Wirtschaftsveröffentlichungen oder Berichten von Fundamentaldaten geht normalerweise wie folgt von statten:

„Die Erhöhung der Leitzinsen um einen bestimmten Prozentsatz KÖNNTE einen Anstieg des Euros auslösen“.

„Der US-Dollar SOLLTE im Bereich des Indikatorenwertes fallen“.

„Das Vertrauen der Verbraucher sank nach der Veröffentlichung des letzten Berichtes um 2%“.


Hier ein Wirtschaftsbericht, aber was nun?

Der Markt tendiert dazu, dass er auf das reagiert was die Menschen fühlen. Diese Gefühle können auf Reaktionen von Wirtschaftsberichten basieren oder auf einer Beurteilung der aktuellen Marktsituation.

Und Sie haben es vielleicht schon vermutet – eine Menge Leute haben alle verschiedene Gefühle und Ideen.

Wahrscheinlich denken Sie jetzt „Um Gottes Willen, ziemlich viele Unsicherheiten bei einer Fundamentalanalyse!“.

Sie haben natürlich Recht.

Es gibt keinen Weg oder Mittel die Entwicklung eines Währungspaares 100% vorherzusehen, nur weil man ein paar neue Fundamentaldaten zur Hand hat. Das bedeutet jedoch nicht, das man die Fundamentalanalyse einfach vergessen sollte.

Auf gar keinen Fall.

Gerade weil eine so große Menge von Fundamentaldaten verfügbar sind, machen es sich die meisten Leute so schwer diese alle zusammenzubringen und zu verarbeiten.

Sie verstehen einen spezifischen Bericht, aber können dies nicht in das Gesamtbild der Wirtschaft einfügen. Es braucht Zeit und ein tiefes und solides Verständnis der Daten.

Dazu kommt, das die meisten Fundamentaldaten nur für eine bestimmte Währung veröffentlicht werden; man würde also weitere Fundamentaldaten für die andere Währung des Währungspaares benötigen und diese miteinander vergleichen um ein genaues Bild zu bekommen.

Wir bereits vorher schon erwähnt hatten kommt es darauf an, das man eine starke Währung mit einer schwachen Währung zusammenpaart.

Jetzt wollen Sie sicherlich die Antwort auf die Frage „Werde ich die Fundamentanalyse jemals brauchen um ein erfolgreicher Händler zu werden?“ wissen.

Wir verstehen das und es gibt Puristen auf beiden Seiten.

Die Technische Analyse gehört zu der bevorzugten Methodologie der Händler die kurzfristige Order abschließen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Preisentwicklung.

Händler, die eher mittelfristig ihre Order oder ihren Handel abschließen (auch die langfristigen Händler gehören manchmal dazu) bevorzugen aber auch die Fundamentalanalyse, da diese bei der Bewertung einer Währung sehr hilfreich sein kann.

Wir sind ein bisschen verrückt und sagen Ihnen – benutzen Sie BEIDE!

Strategien die einen technischen Schwerpunkt haben werden wie Seifenblasen zerplatzen wenn ein fundamentales Schlüsselereignis stattfindet. Das Gleiche gilt für fundamentale Händler, die eine kurzfristige Gelegenheit bei der Entwicklung von Mustern und technischen Niveaus verpassen.

Eine gesunde Mischung von technischer Analyse und Fundamentalanalyse sollte beide Bereiche abdecken können. Sie sind sich ja sicherlich im klaren, das geplante Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten und Ereignisse auftreten können, aber Sie können auch technische Hilfsmittel und Chartmuster anwenden und erkennen.

Da ist Ihre Antwort!

Glücklich?

In diesem Unterricht werden wir uns mit den fundamentalen Faktoren beschäftigen die die Währungen beeinflussen; darunter der Leitzins, Fiskalpolitik und Wirtschaftsberichte die den Markt in Bewegung halten.
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