MACD ist ein Akronym für
Moving
Average
Convergence
Divergence (Deu. Indikator für das Zusammen-/Auseinanderlaufen des gleitenden Mittelwerts). Dieses Hilfsmittel wird benutzt um in Bewegung befindliche Mittelwerte zu identifizieren, die einen neuen Trend anzeigen, der entweder „bärig“ oder „bullig“ ist (Sie erinnern sich doch noch daran, oder?). Schließlich ist es doch die 1. Priorität beim Handel einen Trend herauszufinden, da dies der Weg ist, wie man Geld verdient.
Bei einem MACD Chart werden Sie in der Regel drei Nummern feststellen, die für die Einstellungen benutzt werden.
• Die Erste ist die Anzahl der Perioden die benutzt werden um den schnellsten gleitenden Mittelwert zu berechnen.
• Die Zweite ist die Anzahl der Perioden des langsameren gleitenden Mittelwertes.
• Und die Dritte ist die Anzahl der Balken die benutzt werden, um den gleitenden Mittelwert der Differenz zwischen dem langsamen und dem schnellen gleitenden Mittelwert zu berechnen.
Sehen Sie beispielsweise „12,26,9“ als MACD Parameter (welche in den meisten Fällen die Grundeinstellung der meisten Chart-Programme sind), werden diese wie folgt interpretiert:
• Die 12 repräsentiert die vorherigen 12 Balken des schnelleren gleitenden Mittelwerts.
• Die 26 repräsentiert die vorherigen 26 Balken des langsamen gleitenden Mittelwerts.
• Die 9 repräsentiert die vorherigen 9 Balken der Differenz zwischen den zwei gleitenden Mittelwerten. Dies wird mit Hilfe einer vertikalen Linie, auch Histogramm genannt, eingezeichnet (Die grünen Linien im oberen Diagramm).
Es ist ein verbreiteter Irrtum was die Linien des MACD betrifft. Die zwei Linien, die eingezeichnet wurden, sind KEINE gleitenden Mittelwerte des Preises. Stattdessen sind diese die gleitenden Mittelwerte der DIFFERENZ zwischen zwei gleitenden Mittelwerten.
In unserem obigen Beispiel ist der schnellere gleitende Mittelwert, der Mittelwert der Differenz zwischen der 12 und 26 Periode von gleitenden Mittelwerten. Der langsame gleitende Mittelwert zeichnet den Mittelwert der vorherigen MACD Periode ein. Und nochmals; bei unserem Beispiel würde dies ein 9 Perioden gleitender Mittelwert sein.
Dies bedeutet, dass wir den Mittelwert der letzten 9 Perioden der schnelleren MACD Linie nehmen und diesen als „langsamen“ gleitenden Mittelwert einzeichnen. Was dadurch bewirkt wird ist, dass es die Originallinie glättet und uns eine akkuratere Linie gibt.
Das Histogramm zeichnet die Differenzen zwischen den schnellen und langsamen gleitenden Mittelwerten ein. Falls Sie einen Blick auf das Originaldiagramm werfen werden Sie sehen, sobald die zwei gleitenden Mittelwerte sich trennen, wird das Histogramm größer. Dies wird als Divergenz bezeichnet, da der schnell gleitende Mittelwert „divergiert“ oder sich von dem langsamen gleitenden Mittelwert entfernt.
Sobald die gleitenden Mittelwerte sich gegenseitig nähern, wird das Histogramm kleiner. Man spricht hierbei von einen Konvergenz, da der schnell gleitende Mittelwert „konvergiert“ oder sich dem langsam gleitenden Mittelwert nähert.
Und das mein Freund ist der Grund für die Namensgebung des
Moving
Average
Convergence
Divergence! Jetzt können wir nach alledem unsere Fingerknöchel knacksen lassen!
Ok, jetzt wissen Sie was ein MACD macht. Lassen Sie uns nun einen Blick darauf werfen, was das MACD für SIE tun kann.
Wie man MACD zum erfolgreichen Handeln benutzt
Dadurch, dass es zwei gleitende Mittelwerte mit unterschiedlicher „Geschwindigkeit“ gibt, wird der schnellere auch schneller auf eine Preisbewegung reagieren als der langsamere. Wenn ein neuer Trend auftritt, wird die schnelle Linie als erstes reagieren und letztendlich die langsame Linie überqueren. Wenn dieses „Crossover“ stattfindet, und die schnelle Linie beginnt zu „divergieren“ oder sich von der langsamen Linie fortzubewegen, ist dies ein Indikator, dass sich ein neuer Trend formiert hat.
Auf dem oberen Chart können Sie sehen, das die schnelle Linie die langsame Linie UNTEN überschritten hat und man dies korrekt als Abwärtstrend erkennen kann. Beachten Sie, dass wenn die Linien sich kreuzen, das Histogramm zeitweise verschwindet. Der Grund hierfür ist, dass die Differenz zwischen den zwei Linien am Kreuzungspunkt 0 beträgt. Sobald der Abwärtstrend beginnt und die schnelle Linie sich von der langsamen Linie divergiert, wird das Histogramm wieder größer, was ein Indikator für einen starken Trend ist.
Hier ein Beispiel:
Es gibt jedoch einen Nachteil beim MACD. Von Natur aus tendieren die bewegenden Mittelwerte hinter den Preisen hinterherzuhinken. Schließlich ist es ja nur ein Mittelwert von historischen Preisen.
Da der MACD die gleitenden Mittelwerte
anderer gleitender Mittelwerte repräsentiert und von einem anderen gleitenden Mittelwert geglättet wurde, können Sie sich sicherlich vorstellen, warum es dabei eine Verzögerung gibt. Diese Methode oder Hilfsmittel ist trotzdem eine der von den meisten Händlern favorisierte Methode.