Es gibt eine Reihe von fundamentalen Dingen die dabei behilflich sind wie sich die Stärken oder die Schwächen von wichtigen Währungspaaren langfristig gestalten werden. Wir haben uns aus diesem Grund entschieden dieses Thema in dieser Lektion zu behandeln (Insbesondere für Ihr Lesevergnügen):
Wirtschaftswachstum und Ausblick
Beleuchten wir doch einfach mal die Wirtschaft und den Ausblick darauf aus der Sicht der Konsumenten, der Unternehmen und der Regierung. Es ist offensichtlich warum sich Konsumenten eine starke Wirtschaft wünschen; sie fühlen sich dabei einfach pudelwohl, sicher und geben ihr Geld aus. Die Unternehmen nehmen diese Konsumausgaben dankend an und sagen „Hey, wir verdienen Geld! Ausgezeichnet! Aber was tun wir jetzt mit dem Geld?“.
Unternehmen mit Kapital geben Geld aus. Dies sorgt für gute Steuereinnahmen des Staates. Der Staat springt auf den fahrenden Zug auf und gibt auch Geld aus. Jetzt gibt jeder der genannten Beteiligten sein Geld aus und dies hat einen positiven Effekt für die Wirtschaft.
Eine schwache Wirtschaft hat dagegen Konsumenten die sich eher weniger schnell und einfach von ihrem Geld trennen und Unternehmen die dadurch kein Geld einnehmen und auch nicht ausgeben können. Der einzige der noch Geld ausgibt ist der Staat. Sie wissen was das bedeutet. Sowohl eine positive als auch eine negative Aussicht oder Wirtschaftsentwicklung beeinflusst die Währungsmärkte direkt.
Kapitalströme
Globalisierung, Technologieverbesserungen und das Internet haben alle dazu beigetragen das man ohne große Probleme sein Geld auf der ganzen Welt investieren kann, egal aus welchem Land man ist. Mit nur ein paar Mausklicks (oder wenn Sie eher altmodisch sind ein Telefongespräch) können Sie an der New Yorker und Londoner Börse investieren, den Nikkei oder Hang Seng Index, oder ein Forex Konto eröffnen und US-Dollars, Euros, Yen und andere exotische Währungen handeln.
Kapitalströme messen die Menge des Geldes das in oder aus einem Land oder Volkswirtschaft fließt da mit Hilfe von Kapital gekauft oder verkauft wird. Was Sie auf jeden Fall im Auge behalten sollten ist die Bilanz des Kapitalstroms der entweder positiv oder negativ sein kann.
Wenn ein Land eine positive Kapitalstrom Bilanz hat investieren ausländische Investoren in diesem Land und weniger inländische Investoren bringen Kapital ins Ausland. Bei einer negativen Kapitalstrom Bilanz ist genau das Gegenteil der Fall. Die Investoren verlassen das Land und investiren irgendwo anderes.
Sobald mehr in einem Land investiert wird, desto größer die Nachfrage nach der entsprechenden Landeswährung da ausländische Investoren ja ihre Währungen gegen die Landeswährung umtauschen müssen. Die Nachfrage nach der Währung sorgt logischerweise für einen Wertzuwachs der Währung. Simpel ausgedrückt – Angebot und Nachfrage.
Wie Sie es sicherlich schon erraten haben: falls Angebot nach einer Währung hoch ist (oder die Nachfrage gering), verliert die Währung an Wert. Wenn ausländische Investoren das Land auf der Stelle verlassen und die inländischen Unternehmen jetzt auch im Ausland investieren wollen, dann sinkt darauf die Nachfrage nach der Landeswährung und Sie haben einen Überfluss an dieser Kohle.
Ausländisches Kapital liebt nichts mehr als ein Land mit hohen Leitzinsen und einem starken Wirtschaftswachstum. Falls das Land noch einen wachsenden Finanzmarkt hat; umso besser! Ein boomender Aktienmarkt, hohe Zinsen… wer könnte dem widerstehen? Ausländische Investoren strömen wie wild in solch ein Land. Zur Erinnerung; die Nachfrage nach einer Währung steigert auch ihren Wert.
Handelsströme und Handelsbilanz
Wir leben in einer Welt mit einem globalen Marktplatz. Die Länder verkaufen ihre eigenen Güter an Länder die diese gerne haben möchten (Export), während man zur gleichen zeit Güter von anderen Ländern kauft (Import) die man selber braucht. Schauen Sie sich doch einmal in Ihrem Haus um. Die meisten Dinge (Elektrosachen, Bekleidung, Hundespielzeug, etc.) wurden wahrscheinlich nicht in Ihrem Land hergestellt.
Jedes Mal wenn Sie etwas kaufen, müssen Sie sich von Ihrem sauer verdienten Geld trennen. Egal von wem Sie diese Gadgets kaufen, muss dies auch tun (Geld ausgeben…). Importeure in den USA tauschen Währungen mit den Exporteuren aus China aus wenn sie von dort Güter beziehen. Die Importteure aus China tauschen ihre Währung mit den Exporteuren aus Europa aus. All dieses Kaufen und Verkaufen sorgt dabei für einen Geldaustausch; was für einen Kapitalfluss in oder aus einem Land sorgt.
Die Handelsbilanz (Oder die Bilanz von Handel oder Nettoexporten) misst das Verhältnis von Exporten zu Importen einer Volkswirtschaft. Sie beschreibt die Nachfrage nach Gütern oder Dienstleistungen eines Landes und schließlich der Landeswährung. Falls die Exporte höher als die Importe sind, dann spricht man von einem Handelsüberschuss und die Handelsbilanz ist positiv. Falls die Importe höher als die Exporte sind, dann spricht man von einem Handelsdefizit und die Handelsbilanz ist negativ.
Exporte > Importe = Handelsüberschuss = Positive (+) Handelsbilanz
Importe > Exporte = Handelsdefizit = Negative (-) Handelsbilanz
Handeldefizite verursachen generell den Wertverlust einer Währung im Vergleich zu anderen Währungen. Nettoimporteure müssen zuerst ihre Währung verkaufen bevor sie die Währung des ausländischen Händlers kaufen können um dessen Waren zu erwerben. Bei einem Handelsdefizit wird die lokale Währung verkauft um ausländische Güter zu kaufen. Aus diesem Grund ist die Nachfrage nach einer Währung eines Landes mit einem Handelsdefizit geringer als die Währung eines Landes mit einem Handelsüberschuss.
Nettoimporteure und Länder die mehr exportieren als importieren stellen fest, dass ihre Währung von Ländern gekauft wird die gerne Güter kaufen aber nicht exportieren. Die steigende Nachfrage der Währung sorgt für einen Wertanstieg.
Es ist wie bei den Popstars. Weil die Nachfrage nach Lady Gaga größer ist, bekommt sie für ihren Auftritt mehr als Britney Spears. Genauso verhält es sich mit Justin Bieber und Vanilla Ice.
Die Regierung: Heute und in Zukunft
Die Jahre 2009 und 2010 gehörten zu den Jahren bei dem sich alle Augen auf die Entscheidungen zur Wirtschaftspolitik und Entwicklung auf die entsprechenden Regierungen gerichtet haben. Die Unruhe auf den Märkten und die anhaltende Finanzkrise sind auch heute noch so aktuell wie zuvor. Instabilität einer Regierung oder eines Landes haben einen direkten Einfluss auf die jeweilige Volkswirtschaft und sogar der Nachbarstaaten. Jede Auswirkung auf die Wirtschaft hat einen direkten Einfluss auf die Wechselkurse der Währungen.