Was ist besser: Der Einfache oder Exponentielle Gleitende Durchschnitt?
Lassen Sie uns als erstes einmal mit dem sogenannten Expotentiellen Gleitenden Durchschnitt beginnen (engl. exponential moving average - EMA). Wenn Sie einen gleitenden Durchschnitt suchen, der auf die Preisaktion schnell reagieren soll, dann ist ein kurzfristiger Exponentiell Gleitender Durchschnitt das Beste.
Diese können Ihnen bei der schon frühen Erkennung von Trends sehr behilflich sein, und das Resultat bedeutet für Sie einen höheren Profit. Tatsache ist, je früher Sie einen Trend erkennen, je länger können Sie diesen verwenden um Ihre Profite einzukassieren.
Der Nachteil dieses ein wenig aufgewühlten, gleitenden Durchschnitts ist, dass er Ihnen vielleicht doch nicht eine richtige Vorgabe gibt. Da ein sich zu sehr bewegender Durchschnitt ziemlich schnell auf den Preis reagiert, könnten Sie denken, dass sich ein gewisser Trend abzeichnet, wenn es in Wirklichkeit nur eine Preisspitze ist.
Mit einem einfachen gleitenden Durchschnitt (engl. simple moving average - SMA) ist das Gegenteil der Fall. Wenn Sie einen bewegenden Durchschnitt haben wollen, der gleichmäßiger und langsamer auf die Preisaktion reagiert, dann ist ein längerfristiger einfacher gleitender Durchschnitt das Beste.
Obwohl er ziemlich langsam auf eine Preisaktion reagiert, wird er uns helfen, die „faulen Eier“ (FinanzEng. fake outs) auszusortieren. Der Nachteil ist jedoch, dass Sie zu lange warten müssen oder sich Ihre Aktion verzögert, was vielleicht bedeutet, dass Sie einen guten Handelsabschluss verpassen.
| | Einfacher Gleitender Durchschnitt | Exponentiell Gleitender Durchschnitt |
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| Vorteile | Zeigt ein gleichmäßiges Diagramm, das die „fake outs“ eliminiert. | Bewegt sich schnell und zeigt erst kürzlich passierte Preisschwankungen an. |
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| Nachteile | Bewegt sich langsam, was zu einer Verzögerung bei Kauf und Verkauf führen kann. | Anfälliger für „fake outs“ und Auslöser von widersprüchlichen Signalen. |
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Welcher ist also nun der Bessere?
Die Entscheidung liegt bei Ihnen.
Die meisten Händler zeichnen einige verschiedene Bewegungsdurchschnitte ein, um beide Seiten beobachten und analysieren zu können. Sie werden vielleicht einen längerfristigen SMA benutzen, um herausfinden zu können, was der Gesamttrend ist; einen kurzfristigen EMA um herauszufinden, ob es gerade ein guter Zeitpunkt zum Handeln ist.
Tatsächlich basieren viele Handelsysteme auf dem, was man als „Moving Average Crossovers“, also dem Einsatz verschiedener, sich bewegender Durchschnitte oder Mittelwerte, bezeichnet. Wir werden Ihnen bei diesem Kurs zu einem späteren Zeitpunkt ein Beispiel zeigen, wie man die gleitenden Durchschnitte/Mittelwerte als Bestandteil im Handelssystem benutzen kann.
Zeit das ganze Gelernte einmal zusammenzufassen! Finden Sie einen Chart und spielen Sie einfach mal mit den verschiedenen Einstellungen der gleitenden Durchschnitte/Mittelwerte herum. Probieren sie einfach verschiedene Arten aus und werfen Sie einen Blick auf die verschiedenen Perioden.
Mit der Zeit werden Sie feststellen, ob der EMA oder SMA für Sie das Beste ist.
Klasse beendet!