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Die drei Händlergruppen – Eine Analyse
Um Termingeschäftmärkte verstehen zu können sollten Sie als erstes diejenigen Leute näher betrachten die dort am Ball sind und solche die sich auf der Bank befinden und warmhalten. Diese Hauptakteure kann man in drei Kategorien aufteilen:

1. Kommerzielle Händler, oder auch „Hedgers“ genannt
2. Nicht-kommerzielle Händler, auch als große Spekulanten bekannt
3. Einzelhändler, die kleinen Spekulanten

Kommerzielle Händler – Die Hedgers

Hedgers, oder auch kommerzielle Händler, gehören zu denjenigen die sich selbst gegen unerwartete Preisbewegungen schützen wollen. Produzenten von Agrarprodukten und oder Bauern wollen mit einer Art Schutzwall oder Hecke, daher auch der Begriff „Hedge“, das Risiko von sich ändernden Preisen für Warengüter minimieren.

Banken oder Unternehmen die sich selbst gegen plötzlich auftretende Preisänderungen von Währungen oder anderen Anlagen schützen wollen werden auch als kommerzielle Händler bezeichnet.

Eine der Haupteigenschaft der Hedgers ist das diese sich extrem bullig am unteren Ende des Marktes und sehr bärig am oberen Markt verhalten.

OK, aber was zum Geier bedeutet das alles?

Hier ein Beispiel aus dem richtigen Leben um dies zu verdeutlichen:

Eine Virenepidemie in den USA verwandelt alle Menschen in Zombies. Die Zombies laufen Amok und schnappen sich von jedem Fremden dessen iPhone um sich die letzte aktuelle Furz App herunterzuladen.

Ein totales Chaos bricht aus und die Menschen sind ohne iPhone oder Apps total hilflos und desorientiert. Dies muss unbedingt gestoppt werden da das Land sonst zusammenbricht!

Feuerwaffen und herkömmliche Geschosse lassen die Zombies unbeeindruckt. Die einzige Möglichkeit die Zombies zu eliminieren besteht darin ihnen den Kopf abzutrennen

Apple erkennt eine „Marktlücke" und entscheidet sich seine ganz private Samurai Armee aufzustellen um die verwundbaren iPhone Besitzer zu schützen.

Dazu müssen zuerst einmal Samuraischwerter aus Japan importiert werden. Der Geschäftsführer von Apple kontaktiert alle möglichen japanischen Samuraischwertschmiede, die natürlich in Japanischen Yen bezahlt werden wollen (nach dreimonatiger Herstellungszeit für die Schwerter).

Apple weiß auch, dass falls das Währungspaar USD/JPY fallen sollte, man mehr Yen für die Schwerter bezahlen muss.

Um sich davor schützen zu können, oder um das Währungsrisiko mit einer Hedge (Ja, einer Hecke…) einzukreisen, kauft das Unternehmen JPY Devisenfutures.

Falls das USD/JPY Währungspaar nach drei Monaten fallen sollte würde der Gewinn der Firma mit Hilfe des Devisentermingeschäfts die erhöhten Transaktionskosten mit den japanischen Schwertschmieden ausgleichen.

Falls das USD/JPY Währungspaar nach drei Monaten jedoch gestiegen sein sollte würde der Verlust der Firma beim Devisentermingeschäft durch die gesunkenen Preise für die Schwerter ausgleichen.



Dabei zu sein um zu gewinnen – Die großen Spekulanten

Im Gegensatz zu den Hedgers, die an keinem Profit bei ihren Handelsaktivitäten interessiert sind, geht es bei den großen Spekulanten immer um die Kohle und einen Profit ohne das man dabei lästige Anlagen zur Absicherung hat!

Viele Spekulanten sind bekannt dafür, dass sie immer dem Trend folgen – Sie kaufen wenn der Markt sich nach oben bewegt und verkaufen wenn ein Abwärtstrend erkennbar ist. Sie kaufen so lange bis eine Preisumkehrung stattfindet.

Große Spekulanten sind auch die Hauptakteure beim Termingeschäftmarkt da sie wirklich prallgefüllte Konten besitzen.

Das Resultat der Handelsaktivitäten dieser Spekulanten ist, dass sich der Markt dramatischer bewegt. Generell folgen die großen Spekulanten den Moving Averages und halten ihre Position wenn der Trend sich ändert.

Kanonenfutter – Die kleinen Spekulanten

Kleine Spekulanten besitzen im Gegensatz zu ihren „reichen Vettern“ nur kleinere Einzelhandelskonten. Gewissermaßen ein Kompromiss von Hedgefonds und individuellem Händler.

Diese Händlergruppe ist dafür bekannt, dass sie gegen den Trend agieren und sich gewöhnlich auf der falschen Seite des Markts befinden. Aus diesem Grund sind sie generell nicht so erfolgreich wie die Hedgers oder kommerzielle Händler.

Wenn diese Händler jedoch dem Trend folgen, dann positionieren sich diese an den Marktspitzen oder am untersten Ende.
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