Da der COT Bericht jede Woche veröffentlicht wird, wäre dieser Bericht ein guter Indikator für die Marktstimmung bei längerfristigen Handelsaktionen.
Die Frage die Sie sich nun stellen sollten lautet:
Wie zum Geier kann man all diese Fülle an Informationen in einen Indikator für die Marktstimmung umwandeln, damit man ein paar Pips Profit daraus schlagen könnte?
Eine Möglichkeit, den COT Bericht für Ihren Handel zu benutzen besteht darin, die
extremen Netto-lang oder Netto-kurz Positionen zu finden.
Wenn man diese Positionen gefunden hat könnte dies ein Signal für eine Marktumkehr sein, die kurz bevorsteht. Warum? Nun ja, falls jeder Händler sich auf eine langfristige Position eines Währungspaares festlegt, wer bleibt dann noch übrig um kurzfristig zu kaufen?
Keiner.
Und wenn alle Händler kurzfristig ein Währungspaar kaufen, wer bleibt übrig um zu verkaufen?
Was war das?
Die Stille im Walde…
Ja, ganz richtig. NIEMAND.
Dazu fällt einem eine Analogie ein… Stellen Sie sich vor, Sie fahren eine Straße entlang und kommen dann, urplötzlich, in eine Sackgasse. Was nun? Sie können nicht einfach so weiterfahren. Ihnen bleibt nichts anderes übrig als umzudrehen.
Lassen Sie und einen Blick auf einen EUR/USD Chart werfen:

Auf der oberen Hälfte können wir die Preisaktion für das EUR/USD Währungspaar erkennen. Zur gleichen Zeit erkennen wir unten die Daten für die lang- und kurzfristigen Positionen für die EUR Futures die in drei Kategorien aufgeteilt sind:
• Kommerzielle Händler (Blau)
• Große nicht-kommerzielle Händler (Grün)
• Kleine nicht-kommerzielle Händler (Rot)
Sie können die kommerziellen Positionen zu diesem Zeitpunkt ignorieren da diese in der Hauptsache mit Hedgefonds befassen und die Einzelhändler auch nicht relevant sind.
Werfen wir jetzt einen Blick auf das Geschehen in der Mitte des Jahres 2008. Wie Sie sehen können, sackte das EUR/USD Währungspaar in der Zeit von Juli bis September stetig ab. Auch der Wert der Netto-kurz Positionen der nicht-kommerziellen Händler (die grüne Linie) ist, wie das EUR/USD Währungspaar, gefallen. In der Septembermitte hat die Netto-kurz Positionen einen Extremwert von 45,650 erreicht. Kurz darauf begannen Investoren sich EUR Futures zu beschaffen. In der Zwischenzeit stieg das EUR/USD Währungspaar sprunghaft von 1.2400 auf einen Höchstwert von 1.4700 an!
Im Verlaufe des nächsten Jahres hat sich der Nettowert der EUR Futures Position allmählich ins Positive bewegt. Wie erwartet folgte das EUR/USD Währungspaar diesem Trend und erreichte sogar einen neuen Höchstwert von 1.5100. Anfang Oktober 2009 erreichten die Netto-lang Positionen der EUR Futures einen Extremwert von 51,000 bevor dann eine Umkehr stattfand. Kurz danach begann auch das EUR/USD Währungspaar abzusacken.
Heiliges Kanonenrohr! Hätte man den COT Bericht als Indikator benutzt hätte man auf den gewinnbringenden Zug in den Zeiträumen vom Oktober 2008 bis Januar 2009 und November 2009 bis März 2010 aufspringen können!
Der erste Indikator trat Mitte September 2009 auf. Falls Sie erkennen konnten das die kurzen Positionen der spekulativen Händler ihre Extremwerte erreichten, dann hätten Sie das EUR/USD Währungspaar für ungefähr 1.2300 kaufen können. Dies hätte für Sie in nur wenigen Monaten ein Profit von fast 2,000 Pips bedeuten können!
Falls Sie erkennen konnten, das die Netto-lang Positionen ihren Extremwert im November 2009 erreichten, hätten Sie das EUR/USD Währungspaar verkaufen können und 1,500 Pips Profit erwirtschaftet!
Mit Hilfe von diesen zwei Bewegungen und dem Benutzen des COT Berichts als Indikator für eine Umkehr der Markstimmung, hätten Sie einen Profit in Höhe von knapp 3,500 Pips einheimsen können. Echt genial, oder?